Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Oktober 2026. Anbieter: Lichtfels Services GmbH, Hofgasse 11, 4063 Hörsching, Österreich („wir“). Kundinnen und Kunden sind Unternehmen („Betrieb“); an Verbraucher richtet sich Tap-Beleg nicht.
1. Leistung
Tap-Beleg ist eine Software als Dienst: digitale Kassenbelege über NFC-Kachel und QR-Code, Rechnung auf der Kachel, Bezahlen am Handy über das eigene Stripe-Konto des Betriebs, Kellner-App, Trinkgeld, Treue- und Gästefunktionen, Anbindung von Kassensystemen und auf Wunsch eine eigene Kassa mit Signatur über fiskaly. Der jeweilige Umfang ergibt sich aus dem gewählten Tarif auf der Preisseite.
2. Vertragsschluss, Testphase
Der Vertrag kommt mit dem Anlegen des Kontos zustande. Die ersten 30 Tage sind kostenlos. Danach gehen die Kacheln offline, bis ein Abo gewählt ist; Daten bleiben erhalten. Wer mehrere Standorte anlegt, schließt je Standort ein Abo ab, sofern nichts anderes vereinbart ist.
3. Preise und Zahlung
Es gelten die Preise auf der Preisseite zum Zeitpunkt der Buchung, zuzüglich Umsatzsteuer. Das Abo wird monatlich oder jährlich im Voraus über Stripe abgerechnet. Bei Zahlungsverzug dürfen wir die Leistung nach Ankündigung aussetzen.
4. Laufzeit und Kündigung
Monatsabos sind zum Ende des laufenden Monats kündbar, Jahresabos zum Ende der Laufzeit, jeweils mit einem Klick im Abo-Bereich. Das Recht zur Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Nach Vertragsende kann der Betrieb seine Daten 30 Tage lang exportieren; danach löschen wir sie, soweit keine Aufbewahrungspflicht besteht.
5. Kassenrecht und Belege
Der Betrieb bleibt für die Einhaltung der Registrierkassen- und Belegerteilungspflicht (RKSV in Österreich, KassenSichV, § 146a AO und DSFinV-K in Deutschland) verantwortlich. Bei angebundenen Kassen zeigt Tap-Beleg die Signatur der Kasse an. Bei der eigenen Kassa signiert fiskaly im Auftrag des Betriebs; der Betrieb sorgt für die nötigen Registrierungen (FinanzOnline, Meldung nach § 146a Abs. 4 AO) und die Aufbewahrung.
Vollmacht für Meldungen (Deutschland). Wählt der Betrieb im Dashboard „Meldung an das Finanzamt übermitteln“, bevollmächtigt er uns, die Meldung nach § 146a Abs. 4 AO in seinem Namen über fiskaly an die Finanzverwaltung zu übermitteln (§ 87d AO). Die Daten werden vorher angezeigt und erst nach ausdrücklicher Bestätigung übermittelt.
6. Zahlungen der Gäste
Zahlungen der Gäste (am Handy, beim Aufteilen, digitales Trinkgeld, Tap to Pay) laufen über das eigene Stripe-Konto des Betriebs; der Betrieb schließt dafür einen eigenen Vertrag mit Stripe. Wir sind kein Zahlungsdienstleister, nehmen kein Geld der Gäste entgegen und behalten nichts ein. Gebühren, Rückbuchungen und Streitfälle aus Kartenzahlungen betreffen das Verhältnis zwischen Betrieb, Gast und Stripe. Tap to Pay auf dem iPhone setzt die Bedingungen von Apple voraus, die der Betrieb beim Aktivieren annimmt.
7. Pflichten des Betriebs
Der Betrieb hält Zugangsdaten und PINs geheim, verwaltet sein Personal in der Kellner-App, prüft die Richtigkeit der an Tap-Beleg übermittelten Daten und nutzt Tap-Beleg nur im Rahmen der Gesetze. Er informiert Gäste über die Datenverarbeitung im eigenen Betrieb.
8. Verfügbarkeit
Wir bemühen uns um eine Verfügbarkeit von 99,5 % im Jahresmittel, ausgenommen angekündigte Wartung und Störungen außerhalb unseres Einflusses (z. B. bei Stripe, fiskaly oder Kassenherstellern). Fällt Tap-Beleg aus, erteilt der Betrieb Belege auf dem von seiner Kasse vorgesehenen Weg (z. B. Papierbeleg).
9. Haftung
Wir haften unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie für Personenschäden. Bei leichter Fahrlässigkeit haften wir nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten und begrenzt auf den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden, höchstens auf die Entgelte der letzten zwölf Monate. Die Haftung für entgangenen Gewinn und mittelbare Schäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig.
10. Datenschutz
Für die Daten von Gästen und Personal ist der Betrieb verantwortlich; wir verarbeiten sie in seinem Auftrag nach dem Auftragsverarbeitungsvertrag, der Teil dieser AGB ist. Im Übrigen gilt die Datenschutzerklärung.
11. Änderungen
Änderungen dieser AGB kündigen wir mindestens 30 Tage vorher per E-Mail an. Widerspricht der Betrieb nicht bis zum Inkrafttreten, gelten sie als angenommen; auf das Widerspruchsrecht weisen wir in der Ankündigung hin. Bei Widerspruch können beide Seiten zum Inkrafttreten kündigen.
12. Schlussbestimmungen
Es gilt österreichisches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts und der Verweisungsnormen. Gerichtsstand ist Linz. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein, bleibt der Rest wirksam.